🌷 Lernstation: Bestäubung und Befruchtung bei Pflanzen

In dieser Lernstation lernst du den Aufbau einer Blüte kennen. Du untersuchst die Tulpe, entdeckst den Stempel, lernst Keimzellen kennen und vergleichst zwittrige, einhäusige und zweihäusige Pflanzen. Am Ende erfährst du noch etwas über Fruchtarten.

Bearbeite die Stationen nacheinander. Nach jeder Aufgabe erhältst du eine Rückmeldung.
1. Tulpenmodell 2. Staubblätter & Fruchtblatt 3. Blüten vergleichen 4. Bestäubung & Befruchtung 5. Fruchtarten
Station 1

Modell einer Butterblumenblüte

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Reales Bild einer Butterblume: Hier siehst du eine echte Butterblume. Die ganze Blüte ist zu erkennen. Reale Butterblume mit ganzer Blüte
Bild: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Aufgabe 1: Ordne die Blütenorgane zu

Ziehe die passenden Begriffe aus der Wortwolke zu den Nummern. Achtung: Es sind auch falsche Begriffe dabei.

Nummer 1
Nummer 2
Nummer 3
Nummer 4

Wortwolke

Kronblatt
Kronenblatt
Kelchblatt
Farbblatt
Staubblatt
Laubblatt
Fruchtblatt
Blütenstiel
Wurzelblatt
Station 2

Funktion der Staubblätter und des Fruchtblatts

Der Stempel ist der weibliche Teil der Blüte. Ganz oben sitzt die Narbe. Dort bleibt Pollen kleben. Unter der Narbe liegt der Griffel. Er verbindet die Narbe mit dem Fruchtknoten. Im Fruchtknoten liegen Samenanlagen. In einer Samenanlage befindet sich die Eizelle.
Was sind Keimzellen?
Keimzellen sind besondere Zellen, aus denen neues Leben entstehen kann. Bei Blütenpflanzen gibt es eine männliche Keimzelle im Pollen und eine weibliche Keimzelle, die Eizelle, im Fruchtknoten.
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Narbe
Griffel
Fruchtknoten


Stempel

Aufgabe

Ordne die Begriffe den Nummern zu.

Station 3

Zwittrig, einhäusig oder zweihäusig?

Wichtig: Diese drei Begriffe meinen nicht dasselbe. Achte darauf, ob sich männliche und weibliche Teile in einer Blüte, auf einer Pflanze oder auf verschiedenen Pflanzen befinden.
BegriffBedeutung
zwittrige BlüteEine Blüte besitzt sowohl männliche als auch weibliche Organe.
einhäusige PflanzeMännliche und weibliche Blüten sitzen auf derselben Pflanze, aber getrennt voneinander.
zweihäusige PflanzeMännliche und weibliche Blüten sitzen auf verschiedenen Pflanzen.
Apfelblüte

Apfelblüte

Eine Apfelblüte besitzt Staubblätter und einen Stempel in derselben Blüte.

Weiteres Beispiel: Die Lilie ist ebenfalls eine zwittrige Blüte, weil in einer Blüte Staubblätter und ein Stempel vorkommen. Lilie mit Staubblättern und Stempel
Bild: Paulhaberstroh/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Haselnussblüten

Haselnuss

Hier gibt es männliche Kätzchen und kleine weibliche Blüten an derselben Pflanze.

Weiteres Beispiel: Mais ist einhäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich getrennt, aber auf derselben Pflanze. Die weiblichen Blüten erkennt man an den Seidenfäden am Kolben. Maispflanze mit Kolben und Seidenfäden
Bild: burgkirsch/Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5
Weidenblüten

Weide

Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Sie tragen nicht dieselben Blüten.

Weiteres Beispiel: Der Ginkgo ist zweihäusig. Es gibt männliche und weibliche Ginkgo-Pflanzen.
Männliche Blütenstände des Ginkgo
männliche Ginkgo-Pflanze
Weibliche Blüten des Ginkgo
weibliche Ginkgo-Pflanze
Bilder: Agnieszka Kwiecień, Nova/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; H. Zell/Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Station 4

Bestäubung und Befruchtung

Video ansehen

Sieh dir zuerst das Video an. Danach klickst du auf den Button und bearbeitest die Aufgaben.

Falls das Video nicht angezeigt wird, klicke hier: Video auf YouTube öffnen

Aufgabe 1: 5 Fragen zum Video

1. Was bedeutet Bestäubung?

2. Wo liegt die Eizelle?

3. Was wächst nach der Bestäubung durch den Griffel?

4. Worin befindet sich die männliche Keimzelle?

5. Was entsteht nach der Befruchtung?

Jetzt genau: So läuft Bestäubung und Befruchtung nacheinander ab.
1
Bestäubung

Pollen gelangt auf die Narbe einer Blüte.

2
Pollenschlauch

Aus dem Pollenkorn wächst ein Pollenschlauch durch den Griffel.

3
Befruchtung

Die männliche Keimzelle gelangt zur Eizelle und verschmilzt mit ihr.

4
Entwicklung

Aus der befruchteten Eizelle entsteht ein Samen. Der Fruchtknoten entwickelt sich zur Frucht.

Aufgabe 2: Bringe den Ablauf in die richtige Reihenfolge

Die Aussagen stehen absichtlich durcheinander. Trage die richtige Nummer ein.

Es entstehen Samen und Frucht.
Pollen gelangt auf die Narbe.
Die männliche Keimzelle verschmilzt mit der Eizelle.
Der Pollenschlauch wächst durch den Griffel.

Merke dir

  • Bestäubung bedeutet: Pollen kommt auf die Narbe.
  • Befruchtung bedeutet: männliche und weibliche Keimzelle verschmelzen.
  • Der Fruchtknoten entwickelt sich später zur Frucht.
  • Aus der befruchteten Eizelle entsteht ein Samen.
Station 5

Fruchtarten kennenlernen

Oben lernst du die Fruchtarten mit aussagekräftigen Bildern kennen. Unten ordnest du dann andere, bisher noch nicht genannte Früchte den Fruchtarten zu.

Kernfrucht

Beispiel: Birne
  • in der Mitte liegt ein Kerngehäuse
  • außen liegt Fruchtfleisch

Steinfrucht

Beispiel: Pfirsich
  • innen liegt ein harter Stein
  • außen liegt Fruchtfleisch

Beere

Beispiel: Johannisbeere
  • weiches Fruchtfleisch
  • die Samen liegen im Fruchtfleisch

Nuss

Beispiel: Eichel
  • harte, trockene Schale
  • wenig Fruchtfleisch

Sammelfrucht

Beispiel: Himbeere
  • besteht aus vielen kleinen Teilfrüchtchen
  • alle Teilfrüchtchen gehören zu einer Frucht

Aufgabe

Ordne die Beispiele der richtigen Fruchtart zu.

Merksätze

  • Kernfrucht: Ein Kerngehäuse liegt in der Mitte.
  • Steinfrucht: Ein harter Stein liegt im Inneren.
  • Beere: Die Samen liegen im weichen Fruchtfleisch.
  • Nuss: Die Frucht ist trocken und hart.
  • Sammelfrucht: Viele kleine Teilfrüchte bilden zusammen eine Frucht.
Beobachtung: Die Frucht entsteht aus dem Fruchtknoten einer Blüte.

Zusatzfrage: Überraschende Fruchtarten

Jetzt wird es knifflig. Was stimmt?

1. Tomate ist botanisch eine ...

2. Gurke ist botanisch eine ...

3. Banane ist botanisch eine ...

4. Welche Frucht ist eine Sammelfrucht?